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the Reaching Out (Interviews) Table of Contents
Date: Tue, 25 Aug 92 17:40:54 +0200
From: Ulrich Grepel <uli@intellektik.informatik.th-darmstadt.de>
Subject: Fachblatt MusikMagazin 1989 by Christiane Rebmann (engl.
translation)
Ihr kennt das Gefuehl? Man nimmt eine LP oder CD zwischen die plumpen Patschehaendchen und hat Panik, man koenne das geliebte Teilchen zerbrechen. Richtig schlimm wird's aber bei den Scheiben von Kate Bush. Man will sie ganz, ganz vorsichtig mit Samthandschuhen bearbeiten.
Liegt wohl daran, dass ein Teil der Dame in den Rillen sitzt.
K A T E B U S H
Der Rahmen ist angemessen. Ein Landsitz aus dem 18. Jahrhundert, die zum Hotel umgebaute Nobelresidenz Chilston Park in der britischen Grafschaft Kent, bietet die Kulisse fr eine Promotionveranstaltung, auf der Kate Bush ihre neue Platte THE SENSUAL WORLD vorstellen soll. Vier Jahre hat die 31 jhrige Arzttochter aus Kent fr ihr aktuelles Werk gebraucht. Jetzt ist es geschafft. Sichtlich erleichtert sitzt mir die brnette Musikerin in ihrer gerumigen Suite gegenber, schlank wie bei unserem letzten Treffen vor vier Jahren. "Ich kenne mich in der Mode nicht aus", suselt Kate bescheiden und zupft sich das ber und ber mit Rschen und Spitzen verzierte lachsrosa T-Shirt ber die verwaschenen Jeans. Kein Wunder, wenn man sich vier Jahre lang im Studio einigelt!
Von Christiane Rebmann
DEINE NEUE PLATTE WURDE SCHON F R LETzTES JAHR ANGEK NDIGT. WAS SOLLTE DAS VERWIRRSPIEL?
Ich habe mich damals sehr darber gergert. Das Datum stammte nicht von mir. Ich mag diesen Druck einer Deadline im Studio berhaupt nicht.
STIMMT ES, DASS DU EINE REIHE FERTIGER B NDER WIEDER GEL SCHT HASST?
Die meisten Songs habe ich Schritt fr Schritt weiterentwickelt. Einige der ganz frhen Songs fand ich pltzlich nicht mehr gut. Deshalb habe ich davon nur ganz kleine Schnipsel behalten und sie in die anderen Songs eingebaut. Die Arbeit an diesem Album artete in eine Art Puzzlespiel aus.
EIN SEHR LANGWIERIGES SPIEL...
Ich wnschte, es htte nicht so lange gedauert. Es war sehr frustrierend fr mich. Statt da es von Album zu Album besser flutscht, brauche ich von LP zu LP imm er mehr Zeit. Weil es mir immer schwerer fllt, in die entsprechende Stimmung zu kommen. Deshalb habe ich mich auch immer wieder zwischendurch zurckgezogen und mich beispielsweise mit Gartenarbeit abgelenkt.
HAT AM ENDE DER DRUCK DER PLATTENFIRMA BER DEINEN PERFEKTIONISMUS GESIEGT?
In meinem Kopf schwirrten ungefhr 50 Stimmen herum, die sagten: "Das Album ist noch nicht fertig. Wie wr's mit diesem Teil hier?" Zum Schlu habe ich all dies e Stimmen zu einer Art Roundtable-Gesprch eingeladen und ein Machtwort gesprochen: Ihr habt zwar recht, es gibt noch einiges zu verbessern. Aber irgendwann mu Schlu sein."
Selbst der Bonustrack auf der CD enthlt noch so liebevoll ausgearbeitete Details wie den Vogelschrei am Ende...
Du meinst in WALK STRAIGHT DOWN THE MIDDLE? Dazu gibt es eine nette Geschichte. Als ich den Song eines Tages meinen Freunden vorspielte, machte sich meine Mutter gerade im Garten zu schaffen. Ich schaute aus dem Fenster, und sie sah sich suchend um und sagte: "Irgendwo hier im Garten mu ein Pfau sein." So echt klang d er Schrei! WALK DOWN war beispielsweise ein sehr frher Track, den wir als B-Seite fr die erste Single vorgesehen hatten. Am Ende waren wir erstaunt, wie gut er klang, mit dieser sauberen Basis von Eberhard Weber. Deshalb nahmen wir ihn als Extratrack auf die CD. Es ist wahrscheinlich der schnellste Song, den ich je g eschrieben habe.
Wie viele Minuten hast du gebraucht?
18 Monate vor der Fertigstellung des Albums hatte ich Drums, Keyboards und Ba fertig. Dann schrieb ich den Text, nahm meinen Leadgesang und die Chorstimme auf - das alles an einem Tag -, und am nchsten Tag machte ich noch ein paar Overdubs, und dann mischten wir den Song ab. Ganze zwei Tage also. Normalerweise brauch e ich ja schon fr die Texte eine Ewitkeit. Mit diesem hier bin ich allerdings auch nicht so ganz zufrieden.
Den Luxus, vier Jahre an einem Album zu arbeiten, kann sich ja nur jemand leisten, der ein eigenes Studio hat...
Ich glaube, ich knnte gar nicht mehr in einem kommerziellen Studio arbeiten. Dazu wre ich viel zu ners. Ich htte immer Angst, da es zu viel kostet. Auerdem gibt es dort meistens zu viele Ablenkungen. Dauernd schneit jemand rein und borgt sich Gerte aus und hlt ein Schwtzchen. In meinem Studio bin ich berhaupt nicht nervs. Ich arbeite die meiste Zeit mit meinem Freund, dem Bassisten Del Palmer. Da gibt es keine Ablenkungsmglichkeiten. Wir kennen uns zu gut. Wir kennen die Arbeitsweise des anderen und akzeptieren sie. Ich kann im Studio schreiben und zwischendurch nach Hause gehen, dort weiterschreiben und dann wieder ins Studio zurckkehren. Das ist ideal fr mich. Das eigene Studio war die beste Idee, die ich je hatte. Ich bin es eben einfach gewohnt, alles selbst unter Kontrolle zu haben.
Und wie kommst du mit den Musikern klar, die dir bei den Aufnahmen helfen?
Wenn ein Musiker ins Studio kommt und seinen Teil spielt, dann kommen mir meistens neue Ideen. Dann schreibe ich manchmal noch einen Song vllig um. Das wre na trlich in einem gemieteten Studio unmglich. Wenn du die Zeit gebucht hast, mut du sie auch nutzen. Da kannst du nicht einfach zwischendurch nach Hause gehen.
Wieviel Einflu hatte Dave Gilmours Mitarbeit auf deine Songs?
Es lag mir sehr am Herzen, wieder mit Dave zusammenzuarbeiten. Und ich habe es sogar geschafft, einen Song zu schreiben, der seiner Gitarre Raum lt. In meinen frheren Songs gab es nie Raum fr Gitarrensoli. Ich hab die nmlich nie besonders gemocht. Ich fand Gitarrensoli immer schrecklich. Aber fr diesen Song ROCKET'S TAIL war's genau das Richtige. In dem Moment, wo die Rakete startet, verwandelt sich das Lied in einen harten Rock-'n'-Roll-Song. Und wer wre besser fr diesen Part geeignet als Dave Gilmour mit seiner Gitarre! Er war wunderbar. Er ist eben ein exzellenter Gitarrist. Er kam einfach rein und legte los.
Wie bist du auf das Trio Bulgarka gekommen?
Mein Bruder Paddy hatte mir drei Jahre vorher ein Band mit dem Trio Bulgarka vorgespielt. Ich erinnerte mich pltzlich daran, als ich etwas suchte, was zu den irischen Klngen in THE SENSUAL WORLD pate. Ich besuchte das Trio in Bulgarien. Es war schwierig, weil ich kein Wort Bulgarisch sprach und sie kein Wort Englisc h. Aber sie luden mich einfach in ihre Huser ein, und dann sangen sie mir etwas vor. Die drei Frauen saen um den Kchentisch herum. Ava, die lteste, nahm den Telefonhrer auf uns summte den Whlton nach, und dann fingen sie an zu singen. Es war so schn, da mir die Trnen kamen. Ich habe noch nie so schne Stimmen gehrt. Wir haben uns dann auch im Studio hauptschlich durch Umarmungen verstndigt. Sie bemutterten mich ein bichen. Durch sie kam eine ganz neue Komponente in meine Musik.
Es ist ja nicht das erstemal, da du Elemente aus anderen Kulturen in deine Musik einbaust.
Dies ist meine weiblichste Platte. Die Rockmusik wird von Mnnern beherrscht, von mchtigen Drumsounds und krftigen Bssen. Das sind die typischen Macho-Sounds. Ich wollte weibliche Stimmen und weibliche Arrangements draufsetzen. Ich wollte die weibliche Strke herausstellen. Die bulgarischen Sngerinnen klingen sehr feminin, aber auch sehr kraftvoll. Die meisten Frauen lassen immer noch ihre Platten von Mnnern produzieren und sich sogar ihre Songs von ihnen schreiben. Ich hoffe, das klingt nicht sexistisch, die Mnner haben eine Menge in der Musik erreicht. Aber die Frauen bekommen immer noch zu selten eine Chance, ihre eigene Strke rauszustellen.
In dieser Hinsicht hast du doch aber nie Anla gehabt, dich zu beschweren...
Ich habe Glck gehabt, da ich meistens mit sehr sensiblen Mnnern gearbeitet habe. Wenn ich im Studio bin, fhle ich mich meistens nicht besonders weiblich. Ic h arbeite einfach. Aber viele Frauen werden dazu gezwungen, sich aggressiv wie ein Mann zu verhalten, um sich durchzusetzen. Sie nehmen typisch mnnliche Verhaltensweisen an. Das ist schade.
Deinen ersten Hit WUTHERING HEIGHTS hast du nach dem Buch von Emily Bronte geschrieben. Der Titelsong deines neuen Albums hat die "Ulysses" von James Joyce als Vorlage. Du bedienst dich offensichtlich gern aus Bchern.
Dabei bin ich nicht sonderlich belesen. Ich habe auch keine besonders gute Ausbildung gehabt. Aber ich finde, da Bcher ausgezeichnete Ideenlieferanten sein k nnen. Deshalb greife ich immer wieder auf Bcher zurck.
Und nach welchen Kriterien suchst du dir deine Vorlagen aus?
Ich gehre nicht zu den Leuten, die stundenlang in einem Buchladen herumstbern. Ich stoe immer zufllig auf interessante Bcher. Bei CLOUDBUSTING war es beispielsweise so, da mich das Buchcover so faszinierte, obwohl nichts Besonderes drauf war. Es stellte sich dann heraus, da darin das bewegenste Buch war, das ich je gelesen habe. Und neun Jahre spter machte ich daraus den Song CLOUDBUSTING. Ich hatte damals das Gefhl, das Ganze sei so fr mich vorbestimmt. Denn es gab keinen bestimmten Grund dafr, gerade dieses Buch zu kaufen. Es mag sich berheblich anhren, aber die meisten Inspirationen kamen zu mir, ohne da ich etwas dafr tun mute. Ich glaube, wenn ich eigens losziehen wrde und nach einer Anregung suchen, dann wrde ich garantiert nichts finden.
Die Charaktere in WUTHERING HEIGHTS und [THE] SENSUAL WORLD sind sehr unterschiedlich...
Total. Die einzige Parallele liegt darin, da in beiden Songs die Hauptfigur eine Frau ist. Damals Kathy [sic] und jetzt Molly. Bei WUTHERING HEIGHTS hatte mich die Geschichte fasziniert. Das war *die* Love Story. Nicht mal der Tod konnte Kathy von ihrem Geliebten trennen. Diese Liebe! Diese Leidenschaft! Bei der Ulysses hat mich die Sinnlichkeit des Schreibstils fasziniert. Nicht die Geschichte selbst, sondern die Worte und die Art, wie sie benutzt wurden. Es ist ein auergewhnlichens Stck. Sehr schn.
Warum hast du nicht Joyces Originaltext verwendet?
Ich habe nicht die Genehmigung dazu bekommen. Das hat mich sehr enttuscht. Ich habe hart darum gekmpft. Am Ende sagte ich mir: Gut, dann schreibe ich eben einen eigenen Text mit demselben Inhalt. Das war unglaublich schwierig. Schlielich bin ich nicht James Joyce.
Der starke Bezug zur Sexualitt aus dem Joyceschen Original ist aber geblieben...
Das wird im Original durch die Art, wie das Wort "Yes" benutzt wird, unterstrichen. Vor allem diese Passage am Ende hatte es mir angetan, weil sie so schn sinnlich und rhythmisch ist. Wie ein einziger langer Satz, der nie zu Ende geht. Wie ein ellenlanger Gedankenzug. Ich war wie verzaubert. Ich habe das in meiner Version etwas entschrft. Und ich finde auch, da bei der Ulysses die Betonung eher auf der Sinnlichkeit als auf purer Sexualitt liegt. Ich mache mir Sorgen, weil viele Leute das anders verstehen. In dem Song steigt die Hauptfigur aus ihrer schwarzweien, zweidimensionalen in die richtige Welt um. Der erste Eindruck ist die Sinnlichkeit dieser Welt. Die Tatsache, da man Dinge anfassen kann, da man die Farbe der Bume sehen, das Gras unter den Fen fhlen kann. Die Tatsache, da wir von so viel Sinnlichkeit umgeben sind. Wir nehmen sie gar nicht mehr wahr. Aber ich bin mir sicher, da jemand, der das alles vorher nicht erlebt hat, davon vollkommen berwltigt wre.
In deinem Song THE FOG geht es ums Erwachsenwerden. Hast du dieses Thema gewhlt, weil du letztes Jahr die Schallmauer von 30 Jahren durchbrochen hast?
So aufregend fand ich es gar nicht, 30 zu werden. Ich glaube nicht, da der 30. Geburtstag eine Art Schallmauer darstellt. Ich glaube eher, es kommt auf die Jahre danach an, auf das, was man danach tut. Es is eine Zeit, in der sich viel verndert und in der man endgltig erwachsen werden sollte.
Welche Vernderungen stehen dir in den nchsten Jahren ins Haus?
Ich wei es nicht. Wenn ein Album fertig ist, habe ich meistens das Gefhl, da ich gleich noch eines machen knnte. Weil ich gerade so schn im Schwung bin. Statt dessen mu ich mich gerade dann aus dieser Phase losreien und mich wieder in anderen Bereichen bewegen. Jetzt zum Beispiel liegt die Promotion fr dieses Album an.
Diesmal hatte ich es allerdings zum Schlu satt, so lange im Studio zu kleben. Es kostete mich eine ungeheure berwindung, jeden Tag ins Studio zu gehen. Ich wei, da das bei den meisten Musikern gegen Ende der Studioarbeiten so ist. Man schleppt sich ins Studio und denkt: Eigentlich mtest du doch froh sein, da du dies alles hier machen darfst. Da heit es dann: Alle Energie zusammennehmen und nicht in die Gleichgltigkeit abgleiten.
Also wird Kate Bush auch mit 65 noch Musik machen?
Das kann ich im Moment nicht beurteilen. Vielleicht probier ich auch mal etwas ganz anderes. Obwohl ich die Musik wirklich liebe. Es wird zwar immer schwieriger. Anfangs, wenn ich ins Studio gehe, habe ich meistens das Gefhl, ich mte mit dem Singenlernen ganz neu anfangen. Aber es macht auch immer mehr Spa, tiefer ins Dickicht vorzustoen und es zu erforschen. Da geht man dann durch einen enormen Lernproze. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, auf etwas ganz anderes um zusteigen.
In welchen Bereich?
In den letzten Jahren hat sich bei mir die Idee herauskristallisiert, einen kleinen Film zu machen.
Mit einem eigenen Drehbuch?
Ich wrde gern die Musik schreiben und auch Regie fhren. Vielleicht wird es ein 20-Minuten-Film.
Wer ist dein Vorbild in dieser Richtung?
Schwer zu sagen. Der Film ist eine wunderbare Ausdrucksform. Es gibt so viele gute Filme. Mein Lieblingsregisseur ist Alfred Hitchcock. Er war so klug. Seine Kameraeinstellungen waren einmalig. Es war, als htte er eine eingebaute Kamera in seinem Kopf gehabt. Viele Regisseure versuchen auch heute noch, ihn zu kopieren. Aber keiner reicht an sein Knnen heran. Genau wie die Musik ist der Film ein wunderbares Vehikel fr die Flucht aus dem Alltag. Oder dafr, die Leute mit bestimmten Themen zu konfrontieren. Die Kunst besteht darin, da man dabei immer unterhaltsam bleibt.
Wirst du nach zehn Jahren Pause von der Bhne endlich wieder auf Tournee gehen?
Ich fhle mich geehrt, da ich nach so langer Zeit immer noch danach gefragt werde. Manchmal rgert es mich, ehrlich gesagt, auch. Aber es ist schon rhrend, da mich die Leute auch nach dieser langen Pause immer noch auf der Bhne sehen wollen. Trotzdem - im Moment plane ich keine Tour. Der Aufwand wre einfach zu gro.
Interview Fachblatt MusikMagazin - English translation
You know the feeling? You take an LP or CD into the plump handy-pandies and you panik you might break the loved part. It gets really bad with the discs of Kate Bush. You want to handle them very, very carefully with kid gloves. That's probably coming from part of the lady sitting in the grooves.
K A T E B U S H
The frame is appropriate. A country seat from the 18. century, the noble residence Chilston Park in the British county of Kent, converted to a hotel, offers the backtrop to a promotional event where Kate Bush should present her new album THE SENSUAL WORLD. The 31 year old doctor's daughter from Kent needed four years f or her current work. Now it is done. Visibly relieved the brunette musician is sitting opposite of me in her spacious suite, slender as at our last meeting four years ago [is there another interview?]. "I don't know a log about fashion", Kate whispers modestly and plucks her salmon-pink t-shirt, decorated all over with ruches and laces, over the washed out jeans. No wonder, if you hide yourself away into the studio for four years!
By Christiane Rebmann
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[engl. translation:]
Your new album was already announced for last year. What does that deliberate confusion mean?
I was very upset then about that. The date was not mine. I do not like the pressure of a deadline in the studio at all.
Is it right that you have erased a lot of ready tapes?
Most of the songs I have developed step by step. I suddenly thought not good about some of the very early songs any longer. Therefore I only kept very small snippets of them and built them into the other songs. The work on this album degenerated into a kind of jigsaw puzzle.
A very lengthy game...
I wish it had not lasted that long. It was very frustrating for me. Instead of going more smoothly from album to album, I need more and more time from LP to LP. Because I find it difficult to get into the appropriate mood. Therefore I retreated again and again from time to time and diverted myself with gardening.
Has the pressure from the record company won over your perfectionism in the end?
There were about 50 voices buzzing through my head, saying: "The album is not yet ready. What about this part here?" At the end I invited all those voices to a kind of roundtable discussion and spoke a word of power: You are right, there are some things that need improvement. But at some time there has to be an end."
Even the bonus track on the CD contains such lovely developed details like the bird's scream at the end...
You mean in WALK STRAIGHT DOWN THE MIDDLE? There is a nice story about that. When I played the song to my friends, my mother was working in the garden. She look ed out of the window and she looked around searching and said: "Somewhere in the garden there has to be a peacock." The scream sounded so real! For example, WALK DOWN was a very early track we had intended for the b-side of th first single. At the end we were amazed about how well it sounded, with that clean base of Eb erhard Weber. Therefore we took it as an extra track onto the CD. It probably is the quickest song I ever have written.
How many minutes did you need?
18 months [if that's quick, will the next album appear in this millenia ;-? (or in the next)] before completion of the album I had drums, keyboards and bass ready. Then I wrote the text, recorded my lead vocal and the chorus - everything on one day -, and on the next day I made some overdubs, and then we mixed the song. Two days. Normally I need an eternity alone for the lyrics. But I am not completely content with this one.
Only those people who have a studio on their own can affort the luxury to work four years on one album...
I don't believe I could work in a commercial studio nowadays. I would be much to nervous for that. I always would be frightened that it costs too much. Besides there are too many distractions. Constantly someone is showing in and borrows equipment and has a chat. In my studio I am not nervous at all. I work most of the time with my boyfriend, the bassist Del Palmer. There are not many distractions. We know ourselves too well. We know the working method of each other and accept them. I can write in the studio and go home inbetween, continue writing there and then go back to the studio. That's ideal for me. The own studio was the best idea I ever had. I am used to have everything under control by myself.
And how do you manage with the musicians helping you with the recordings?
When a musician comes into the studio and plays his part, then mostly I have new ideas. Then I sometimes rewrite a song complitely. That would be impossible in a hired studio. If you have booked the time, you have to use it. You cannot just go home between times.
How much did Dave Gilmours collaboration influence your songs?
I had the interests at heart to work again with Dave. And I even did manage to write a song that leaves room for his guitar. In my early songs there was never room for guitar solos [Violin? James And The Cold Gun (live)?] I never really liked them. I found guitar solos disgusting. But for this song ROCKET'S TAIL it was exactly right. At the moment where the rocket lifts of, the song changes into a hard rock-'n'-roll song. And who would be better suited for that part than Dave Gilmour with his guitar! He was wonderful. He simply is an excellent guitar player. He just came in and got going.
How did you came across the Trio Bulgarka?
My brother Paddy had played a tape with the Trio Bulgarka three years ago. I remembered that suddenly when I searched something that fitted to the Irish sounds in THE SENSUAL WORLD. I visited the Trio in Bulgaria. It was difficult, because I didn't speak a word of Bulgarian and they didn't speak a word of English. But they invited me into their houses and then they sang something to me. The three women sat around the kitchen table. Ava, the oldest one, took the telephone rece iver and hummed the dialing tone and then they began to sing. It was so nice that I started crying. I never had heard so nice voices. In the studio we communicated mostly with hugs. They mothered me a little bit. With them a totally new component came into my music.
It is not the first time you incorporate elements from other cultures into your music.
This is my most feminine album. The rock music is dominated by men, by mighty drum sounds and powerful basses. These are the typical macho-sounds. I wanted to a dd feminine voices and feminine arrangements. I wanted to set out the feminine strength. The Bulgarian singers sound very feminin, but yet very powerful. Most women let men produce their records and even let men write their songs. I hope this doesn't sound sexistic, the men have achieved very much in music. But too seldom the women get a chance to bring out their own strength.
But in this respect you never had cause for complaint...
I was lucky that I worked with sensitive men most of the times. When I am in the studio, mostly I don't feel very feminine. I just work. But many women are forced to act aggressive like a man to have their way. They adopt typical male behaviour. That's a pity.
Your first hit WUTHERING HEIGHTS you wrote after a book by Emily Bronte. The title song of your new album has "Ulysses" by James Joyce as a model. You obviously are fond of making use of books.
But i am not very well-read. I did not even have a particularly well education. But i find that books are extraordinary suppliers of ideas. Therefore I always f all back on books.
And after what criteria do you select your models?
I do not belong to those people who keep rummaging around in bookshops for hours. I always accidentally come across interesting books. With CLOUDBUSTING for exa mple it was such that the cover of the book fascinated me, even if there is nothing special on it. Then it emerged that in there was the most moving book I ever read. And nine years later I made the song CLOUDBUSTING out of it. At that time I had the feeling the whole thing was predetermined for me. Because there was n o special reason to buy precisely that book. It may sound arrogant, but most of the inspirations came to me without me doing something for it. I believe that if I started for searching an inspiration, then I would dead certain not find anything.
The characters in WUTHERING HEIGHTS and [THE] SENSUAL WORLD are quite different...
Totally. The only parallel lies in there that in both songs the main person is a woman. Then Cathy and now Molly. With WUTHERING HEIGHTS the story fascinated me. That was *that* love story. Not even dead could separate Cathy from her lover. That love! That passion! With Ulysses the sensuality of the written style faszi nated me. Not the story itself, but the words and the way to use them. It is an extraordinary piece. Very nice.
Why didn't you use Joyces original text?
I did not get the permission for that. That disappointed me very much. I fought very hard for that. At the end I said to myself: Well, then I write my own text with the same contents. That was incredibly difficult. Because I am not James Joyce.
The strong connection with sexuality in the original of Joyce has stayed...
In the original that is emphasized with the way the word "Yes" is used. Especially the passage at the end affected me, because it is so sensual and rhythmic. Li ke [? it is] a single long sentence that never ends. Like a terribly long train of thought. I was like enchanted. I have toned down that a little bit in my vers ion. And I find that in Ulysses the emphasize is more on the sensuality than on pure sexuality. I am worried about many people understanding that in a different way. In the song the main character emerges from its black and white, two-dimensional world into the real world. The first impression is the sensuality of this world. The fact that you can touch things, that you can see the colour of the trees, feel the grass under the feet. The fact that we are surrounded by so much sensuality. We are not longer aware of them. But I am sure that someone who has not lived through that before would be overwhelmed.
Your song THE FOG is about becoming an adult. Did you choose that theme becaus you broke the sound barrier of 30 years?
I did not find it too exciting to become 30. I don't believe that the 30st birthday is something like a sound barrier. I rather believe that it depends on the y ears after that, on that what you do afterwards. It's a time where many things change and where you finally should become an adult.
What changes are in store for you in the next years?
I don't know. When an album is ready, I mostly have the feeling that I could just make another one [Please do...]. Because I am just in motion. Instead I have t o pull out of that phase to move in other areas. Now for example there stands the promotion for that album.
But this time at the end I was fed up to stick in the studio for such a long time. It cost me an enormous effort to go into the studio every day. I know that most musicians feel that way at the end of the studio works. You drag yourself to the studio and think: You actually have to be glad to be allowed to do all this. Then it stands: Take all energies and don't slip down into indifference.
Then Kate Bush will make music at the age of 65?
I cannot judge that at the moment. Perhaps I will try something completely different. Though I truly love music. It gets harder every time. At the beginning, when I enter the studio, I mostly have the feeling I have to start from the beginning with learning how to sing. But it makes more and more fun to advance deeper into the thicket and to research it. You go through an enormous learning process. Nevertheless I cna imagine well to change over to someghing totally different.
To what area?
In the last two years the idea crystallized in me to make a small film.
With your own script?
I would like to write the music and to direct it. Perhaps it becomes a 20-minute-film.
Who is your model in that direction?
Difficult to say. Film is a wonderful form of expression. There are so many good films. My favourite director is Alfred Hitchcock. He was so bright. His camera settings were unique. It was like him having a camera built into his head. Many directors try to copy him even nowadays. But nobody reaches his level of ability. Like music film is a wonderful vehicle for the flight from everyday life. Or to confront people with certain themes. The art is to remain entertaining.
Will you, after a ten year break from stage, go onto tour at last?
I am honored that I am always asked for that after such a long time. Sometimes it, honestly said, annoys me, too [Isn't there a - simple - way to get rid of that annoyment?]. But it is really touching that people want to see me on stage after that long pause. Nevertheless - at the moment I have no plans for a tour. The expense would simply be too big.
To
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"The pull and the push of it all..." - Kate Bush
Reaching Out
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Grepel - Love-Hounds
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